Instandsetzung Geschäftshaus Paradeplatz

Das Gebäude Paradeplatz 5 wurde als Teil eines Blockrands, der sogenannten Tiefenhöfe 1856 von einem Baukonsortium um den bedeutenden Architekten Gustav Albert Wegmann (1812-1858, alte Kantonsschule, an das Grossmünster angebaute Töchterschule etc.) errichtet. Als erstes Geschäftshaus am Platz markiert es den Startschuss für die Entwicklung Zürichs als Wirtschaftsmetropole. Auch architektonisch war es Vorreiter: In seiner bauplastischen Reduziertheit und Auflösung des Erdgeschosses im Sinne einer neuen Verkaufsideologie – dem Präsentieren von Waren über die Fassade.
Die Gebäudehülle ist in gutem Zustand, aber mehrere massive bauliche Eingriffe in Tragstruktur und Innenausstattung haben die Substanz verunklärt und lassen das Objekt beliebig erscheinen. Um der ursprünglichen Intention wieder gerecht zu werden, bezieht sich die Instandsetzung daher hauptsächlich auf den Innenraum. Die architektonische Aufgabe stellt sich in einer Purifizierung auf die ursprüngliche Klarheit der Architektursprache. So wird die Identität gestärkt und die Liegenschaft erhält ihr charaktervolles, authentisches Auftreten zurück.